Da ist was dran

Notiert von Hans-Georg am 7. Juni 2010

Ein Kommentar bei Tageschau.de weil wir angeblich über unsere Verhältnisse gelebt haben sollen. Mich wundert, dass da jemand sowas schreiben darf. Ich dachte immer, bei den öfftenlich-rechtlichen Sendern ist man eher konservativ.

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In die 2. Reihe

Notiert von Hans-Georg am 31. Mai 2010

Das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland tritt ein Bundespräsident zurück – so geschehen heute. Horst Köhler wirft das Handtuch. Und damit wird Lena in den Medien in die zweite Reihe zurücktreten, mit anderen Worten: Die Politik stiehlt Lena Meyer-Landrut die Show.

Nachtrag:
Ich habe soeben eine Information gefunden, dass 1969 Heinrich Lübke auch vom Amt des Bundespräsidenten zurückgetreten ist. Horst Köhler ist also der 2. Bundespräsident, der zurücktritt.

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Angezählt?

Notiert von Hans-Georg am 20. Mai 2010

Geht die Ära Merkel dem Ende entgegen? In den letzten Wochen hat sie keine so gute Figur gemacht. In den letzten Tagen scheint es, dass die versucht zu handeln. Ihre Entscheidung, die berühmt-berüchtigten Leerverkäufe zu verbieten, wird selbst im europäischen Ausland kritisch gesehen.

Und nun bekommt sie auch noch innenpolitsch Gegenwind, und zwar von den Herren Seehofer und Koch. Ich befürchte, Herr Koch steht in den Startlöchern zum Kanzleramt, was uns bitte hoffentlich erspart bleibt. Der Mann ist unsympathisch und ich traue ihm nicht über den Weg. Er wird noch für manche Überraschung gut sein.

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Wieder mal umgefallen

Notiert von Hans-Georg am 17. Mai 2010

Das kennt man von der FDP ja schon seit Jahrzehnten: Das Geschwätz von Gestern ist nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben wurde. Umfallerpartei wird sie genannt, man kann fast sagen seit Generationen.

Die neueste Nachricht aus der FDP-Zentrale: Steuersenkungen sind derzeit nicht möglich. Und das weiss man dort erst heute? Weil sich die Rahmenbedingungen innerhalb der letzten drei Wochen dramatisch verändert haben, gibt es nun keine Steuersenkungen.

Hallo Herr Westerwelle! Für wie dumm halten sie uns eigentlich? Wer mit halbwegs offenen Augen und Ohren die Situation bei uns im Land verfolgt, wird doch nicht im Ernst damit gerechnet haben, dass die von Ihnen angstrebten Steuersenkungen möglich sind, jedenfalls nicht für den normalen Arbeitgeber. Steuergeschenke machen Sie ja nur ihren Lobbyisten, wie z.B. den Hoteliers.

Wieder mal fällt die Partei um. Es wird Zeit, dass dieser Verein in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Leider ist das Gedächtnis der Wähler ziemlich kurz. Ich möchte noch mal daran erinnern, dass die Partei jahrelang einen vorbestraften Vorsitzenden hatte!

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Nichts gelernt

Notiert von Hans-Georg am 12. Mai 2010

Herr Westerwelle stellt sich stur. Er hat scheinbar nichts gelernt aus der Banken- und Eurokrise. Er verteidigt die staatliche Souveränität im Bereich der Staatshaushalte.

Herr Westerwelle, lassen Sie sich gesagt sein: Man kann nicht einerseits Staaten im Eurobereich finanziell unter die Arme greifen, und zwar mit unser aller Geld, und andererseits sich nicht reinreden lassen wollen, wenn es um die Staatsfinanzen geht. Sie hängen zusehr am Tropf der Bankenlobby, Herr Westerwelle, und vieler anderer Wirtschaftsbereiche auch. Es scheint, Sie springen auf den Zug derer auf, die die D-Mark zurückwollen und aus dem Euro ausscheren wollen. Sie wollen damit die FDP aus dem Umfragetief holen.

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Raus da

Notiert von Hans-Georg am 15. April 2010

Vier deutsche Soldaten sind heute in Afghanistan ums Leben gekommen. Wie lange soll das noch gehen? Wieviele junge Männer sollen da noch sterben.? Es macht eh keinen Sinn, dort zu sein. Es wird dort niemals möglich sein, mittels ausländischer Soldaten Frieden zu stiften.

Holt unsere Männer endlich da raus!

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Palmarum 1942

Notiert von Hans-Georg am 28. März 2010

Heute ist Palmsonntag, ein friedlicher Sonntag in Deutschland. 1942 sah die Welt anders aus. Die Welt befand sich im 2. Weltkrieg, angezettelt von einem kleinem Mann mit einem Oberlippenbärtchen. Er hat viel Unglück über die Welt gebracht.

In der Nacht vom 28. auf den 29. März 1942 war Lübeck das Ziel alliierter Bomben. Ein grosser Teil der Altstadt wurde zerstört, auch Stadtteile am Stadtrand wurden von Bomben getroffen. Unser Familienhaus, das wir ja gerade kürzlich verkauft haben, wurde von den Bomben verschont obwohl es in unmittelbarer Nähe der Marienkirche liegt.

Auch das Haus der Eltern meiner Mutter wurde verschont. Eine Bombe fiel direkt vor dem Vorgarten. Die Familie sass während des Angriffs im Keller. Als die Bombe explodierte dachten sie, das Haus wäre getroffen. Zum Glück fiel die Bombe vorbei. Die Wucht der Explosion hatte aber Türen und Fenster beschädigt sowie die Treppe im Treppenhaus und Möbel in den Wohnungen. Mein Opa ging Brandwache auf dem Dach. Er schaffte es, mit einem Fusstritt ein auf dem Dach gelandete Brandbombe hinunter zu befördern.

Unsere Familie hat viel Glück gehabt. Es waren keine Personenschäden zu beklagen. Beide Häuser stehen heute noch. In dem einen lebt heute meine Mutter.

Optische Eindrücke von den Folgen der Angriffe 1942.

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Nicht kritikfähig

Notiert von Hans-Georg am 14. März 2010

Kritik am Aussenminister und Vizekanzler schadet dem Ansehen Deutschlands? Ich glaube, Herr Westerwelle versucht jetzt durch diesen Spruch seinen Kritikern ein schlechtes Gewissen einzureden.

Herr Westerwelle, auch ein Aussenminister und Vizekanzler muss sich Kritik gefallen lassen. Wer austeilt muss auch einstecken können. So einfach ist das. Die Kritik an Ihrer Person einfach so pauschal abzutun entspricht nicht der Grösse eines Staatsmannes, der ein Aussenminister eigentlich sein soll. Kritik, wenn sie denn gerechtfertig ist, sollte mit bedachten Worten und mit guten Argumenten zurückgewiesen werden, aber nicht mit der Holzhammermethode. Sie, Herr Westerwelle, schaden dem Ansehen Deutschlands mit Ihrer Gutsherrenmentalität.

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Sperrung

Notiert von Hans-Georg am 12. März 2010

Der Haushaltsausschuss der Bundesregierung hat 900 Millionen Euro gesperrt, die zur Förderung von Langzeitarbeitslosen gedacht waren. Nun kann man darüber geteilter Meinung sein, was Fördermaßnahmen bringen. Von den Erfahrungen eines mir sehr nahestehenden Menschen weiss ich, dass ein Teil dieser Maßnahmen für ihn völlig sinnlos waren.

Interessant ist, was die FDP zu der Sperrung sagt:
“Von den gesperrten 900 Millionen Euro entfallen 600 Millionen auf Trainingsmaßnahmen, der Rest auf Personal- und Verwaltungskosten. Ob die Sperre aufgehoben wird, will die Koalition davon abhängig machen, dass die Effizienz der Maßnahmen nachgewiesen wird. Wie es heißt, sperrt sich besonders die FDP gegen die Freigabe der Mittel.”

Interessant ist das insofern, als dass ja kürzlich der Vorsitzende, Vizekanzler und Aussenminister Guido Westerwelle sich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt hat, was seine Meinung über Hartz IV-Empfänger betrifft. Aber ja nichts dafür tun zumindest zu versuchen, ein paar Langzeitarbeitslose dergestalt zu Fördern, dass es möglich wäre, ihnen einen neuen Job zu vermitteln. Wer hat nur diesen verdammten Verein dazu verholfen, in die Regierung zu kommen. Ich war’s nicht.

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Dekadenz

Notiert von Hans-Georg am 25. Februar 2010

Ein Aussenminister, dessen Ressort das gar nichts angeht, wettert über Dekadenz weil er meint, Hartz IV-Empfänger sind alle faul. Hoffentlich interessiert sich Herr Westerwelle auch für die Dekadenz der HSH Nordbank. Die Bank operiert am Rande des Abgrunds und wird nur von Milliardenzahlungen der Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein am Leben erhalten, von Steuergeldern also, also auch von meinen Steuern.

Während andere Arbeitnehmer um ihren Job bangen bzw. ihnen Urlaubs- und Weihnachtsgeld gekürzt wenn nicht gar gestrichen wurde, genehmigen die Bankenchefs ihren Mitarbeitern eine “Vergütung für Mehrarbeit” und eine “Restrukturierungsprämie”. Hallo! Geht’s denn noch?! Warum muss sowas nicht von den Landesregierungen Hamburgs und Schleswig-Holsteins genehmigt werden? Hat Herr Nonnenmacher einen Freibrief, meine Steuergelder und die der anderen Steuerzahler zum Fenster hinauszuwerfen?

Herr Westerwelle, das Bankgewerbe ist zwar auch nicht ihr Ressort, aber sagen Sie was dazu. Sagen Sie, dass das dekadent ist, was da getrieben wird. Sie haben doch sonst immer eine grosse Klappe und sagen ungefragt zu allem ihre Meinung! Hauen sie mit der Faust auf den Tisch. Am besten ziehen Sie einen Schuh aus und hauen mit dem auf das Rednerpult – wie einst Chruschtschow das getan hat. Aber halt, ich vergass: Sie haben es ja nur auf die kleinen Leute abgesehen.

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